Schattenkinder – ein Leben im Schatten

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Schattenkinder- das Buch? Nein. Schattenkinder sind sehr oft im Alltag zu finden. Oft werden sie unbewusst zu Schattenkindern gemacht. Aber was genau sind Schattenkinder? Das erklären wir euch in diesem Beitrag. 

Das Schattenkind

In der Umgangssprache werden Kinder als Schattenkinder bezeichnet, welche aus den unterschiedlichsten Gründen „im Schatten“ von irgendetwas heranwachsen. Das heißt, dass jemand anderes oder auch eine andere Sache mehr Aufmerksamkeit bekommt als sie. Sie wurden in eine Art Nebenrolle gedrängt, mit der sie klarkommen müssen. Sehr oft ist genau dies der Fall in Familien mit behinderten oder chronisch kranken Kindern. Schattenkinder sind die gesunden Geschwisterkinder, die an Aufmerksamkeit und Zeit zurückstecken müssen. Nicht, weil ihre Eltern sie nicht lieben, sondern weil (wie hier als Beispiel) das kranke Geschwisterkind mehr Pflege, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme braucht. Dadurch fühlen sich die Schattenkinder einsam und verwaist. Jedes Kind wünscht sich ein gesundes und liebevolles Maß an Aufmerksamkeit der Eltern und hat es auch verdient.

So holst du ein Schattenkind „aus dem Schatten“


Exklusivzeit planen
Damit das Kind sich nicht länger als Schattenkind fühlt, sollte es zwischendurch auch die volle Aufmerksamkeit bekommen. Teilt die Kinder so auf, dass jeder Elternteil und jedes Kind Exklusivzeit miteinander genießen kann. Wenn ihr ein krankes Kind habt und deswegen viele Ausflüge mit dem gesunden Kind nicht möglich sind, dann ist die „Zeit zu zweit“ der perfekte Zeitpunkt dafür. Vielleicht unternimmt ihr etwas, was das andere Kind nicht mitmachen könnte. Dadurch schafft ihr besondere Erinnerungen. 

Besondere Erinnerungen schaffen
Zusammen einen Film anschauen, einen Kuchen backen, eine Geburtstagsfeier planen und organisieren, gemeinsam das Lieblingsessen kochen, … So schöpft ihr beide Kraft, habt schöne Erinnerungen geschaffen und intensiviert die Beziehung zueinander. Das Kind hat eine Freude und das wiederum kurbelt die Glückshormone an.

Höre richtig zu!
Nimm dir Zeit für Gespräche. Höre gut zu. Nur so kannst Bedürfnisse des Kindes erkennen und verstehen. Das fördert auch das gegenseitige Verständnis. 

Am Gespräch beteiligen
Beteilige das. Kind bewusst an Gesprächen am Famillientisch. Lenke bewusst Gespräche und Themen auf die Interessen des Kindes. Damit nimmt es aktiv am Gespräch teil. Das Kind fühlt sich somit auch gehört, verstanden. 


Rücksichtnahme ist wichtig und verständlich, das gesundes Kind sollte aber deswegen nicht immer zurückstecken müssen. Es hat ein Recht darauf, zwischenzeitlich im Mittelpunkt zu stehen. Kinder fordern Aufmerksamkeit nicht aus Egomanie, sondern weil sie für die gesunde Entwicklung des Nachwuchs unbedingt benötigt wird.  

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