Freunde fürs Leben – Kinder suchen sich ihre Freunde selber aus

Freunde finden
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Freunde fürs Leben – wie Kinder Freundschaften schließen

Viele Kindergarten-Freundschaften halten ein Leben lang. Sagt man zumindest. Kinder gehen aber auch ohne Vorbehalte dem anderen gegenüber Freundschaften ein. Ihnen ist die Hautfarbe, Herkunft und Religion völlig egal. Wie schön für diese kleinen Kinderseelen. Sie finden Freunde, wenn z.B. beide gerne mit dem gleichen Spielzeug spielen oder gegenseitig den Inhalt ihrer Jausen-Box austauschen oder gemeinsame Geheimnisse haben.

Experten teilen Freundschaften folgendermaßen ein:

  • Bei Krabbelalter-Freundschaften können die meisten Kinder ja noch nicht wirklich miteinander kommunizieren und so spielen sie meist nebeneinander her. Fachmänner /Fachfrauen sprechen dabei vom Parallelspiel.
  • Kleinkinder die schon sprechen können, haben es da schon etwas leichter. Sollte man meinen aber auch hierwerden zarte Annäherungen eher mit Gesten und Lauten erzielt.
  • Kindergartenkinder können meist schon recht gut sprechen und suchen sich ihre Spielgefährten eher für das Spiel aus. Diese Freundschaften können aber genau so schnell wieder enden, wie sie angefangen haben. Von „beste Freunde“ bis „du bist nicht mehr mein Freund und zu meinem Geburtstag lade ich dich auch nicht mehr ein“ liegt meist nur ein Legostein.
  • Die Grundschulzeit kann die erste Zeit für richtige tiefe Freundschaften sein. Meist enden hier auch die Freundschaften aus der Kindergartenzeit. Jetzt erleben die Kinder erstmals was es heißt eine Verbündete zu haben mit denen man durch dick und dünn geht. Mit diesen Freunden teilt man Geheimnisse, Unternehmungen und den Schulalltag.

Egal wie lange eine Freundschaft hält, sie ist vor allem eins: Sehr wichtig für die seelische Entwicklung unserer Kinder!

Wir Erwachsene haben es da schon deutlich schwerer. Wir bilden uns ein Menschenkenntnis und Erfahrung zu besitzen. Da wir schon das ein oder andere Mal von Menschen enttäuscht wurden, gehen wir mit einer großen Portion Vorsicht auf potentielle Freunde zu.
Erzwingen lassen sich Freundschaften nämlich auch hier nicht und genauso sollten wir uns nicht in die Freundschaften unserer Kinder einmischen.
Das aller wichtigste an Kinder-Freundschaften ist aber, das die Kinder sich für diese Freundschaften entscheiden und nicht die Eltern. Natürlich kann man nicht jedes Kind gutheißen und man hegt so manches mal eine Antipathie gegen die Eltern. Es gibt viele Dinge, die man gleich auf die Freundschaft mit diesem Kind schiebt.

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Das eigene Kind:

  • Ist zum Rabauken geworden
  • Die Schimpfwörter nehmen zu
  • Verletzungen und Erkrankungen nehmen zu
  • Konzentration und Leistung lassen nach
  • Dieses veränderte Verhalten führt auch daheim zu Problemen

Noch einmal liebe Eltern ihr solltet nicht die Freundschaften eurer Kinder bestimmen. Meist erledigen sich viele Freundschaften von alleine.

Ein ähnliches Problem beschäftigt eine Leserin von welovefamily. Eine Kindergarten-Mama möchte sich unbedingt einmal privat mit der Leserin treffen. Dabei mögen sich die Kinder nicht, bzw. sie spielen auch gar nicht miteinander. Soll sie sich trotzdem auf ein Treffen einlassen?

Liebe welovefamily-Mama

Das ist wirklich eine schwierige Entscheidung, das sieht auch unsere welovefamily-Community so. Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
•    Variante 1 : Lass dich drauf ein und schau wie es läuft, vielleicht wird es ja doch ganz nett. Wähle einen öffentlichen Ort für das Treffen. Und auch können sich die Kinder außerhalb des Kindergartens plötzlich sehr gut verstehen. Eigentlich hast du nichts zu verlieren.
•    Variante 2: Lehne den Vorschlag ab! Das erfordert erstmal eine Menge Mut und Ehrlichkeit. Wenn dir nicht nach einem Treffen mit der Mutter ist, dann muss man es auch nicht seinen Kindern zumuten.

Für welche Variante du dich letztendlich entscheidest, muss dein Gefühl dir sagen. Wenn du dich gegen ein Treffen entscheidest, dann mach es kurz und schmerzlos. Kein Hinausschieben, das es im Moment nicht passt, vielleicht nächste Woche! Nein, sag ganz klar, das da kein Interesse besteht. Das nimmt dir eine Menge an Bauchweh!
Entscheidest du dich für ein Treffen, dann freu dich drauf! Vielleicht wartet da eine neue Freundschaft auf dich und dein Kind!

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