Als der kleine Storch fliegen lernt

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In einem kleinen Dorf, gleich hinter dem alten Wald, ist Flöckchen zu Hause. Flöckchen ist ein kleiner Storch. Zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern lebt er hoch oben auf dem Scheunendach, in einem riesigen Storchennest.

Jetzt ist „Flöckchen“ ja nicht gerade ein üblicher Name für Störche, aber in dem Moment als er aus dem Ei schlüpfte, schwebte, vom Wind getragen, eine Kirschblüte durch die Luft und landete ganz sanft, mitten auf dem Kopf des Storchenkükens. „Oh, wie hübsch“, klapperte Frau Storch ganz entzückt. „Das sieht ja fast so aus, als sei ein Schneeflöckchen auf seinem Kopf gelandet“. So kam Flöckchen zu seinem Namen.

Das war ein herrliches Leben, dort oben, in dem großen Storchennest. Die Sonne schickte ihre goldenen Strahlen und wenn es regnete breitete die Storchenmutter ihre Flügel weit aus und die Storchenkinder blieben trocken und warm. Am schönsten aber war es, wenn der Wind zum Spielen kam. „Na, na“ , klapperte dann Papa Storch und setzte sich, wenn es gar zu wild wurde, schützend auf das Nest. So wurde Flöckchen, gut behütet, immer größer. Seine Geschwister waren schon lange ausgeflogen, da meinte die Storchenmutter, es sei nun auch für Flöckchen Zeit, das Fliegen zu lernen. Vorsichtig schaute Flöckchen über den Nestrand, „Hui, war das hoch“. „Komm trau dich nur“, rief Vater Storch, vom großen Baum auf der anderen Straßenseite. Flöckchen schaute vorsichtig noch einmal über den Rand und beschloss, es doch lieber erst morgen zu versuchen.

Aber auch am nächsten Tag fehlte Flöckchen der Mut. Soviel die Storcheltern auch klapperten und riefen, es half nichts, der kleine Storch blieb im Nest. Da kam eines Tages sein Freund, der Wind, vorbei und sagte: “Komm Flöckchen, ich helfe dir. Du breitest deine Flügel aus und ich puste so fest ich kann.” Und so machten sie es – Flöckchen breitete seine Flügel aus und der Atem des Windes trug ihn sicher durch die Luft.


Liebe Mama, lieber Papa!
Schläft dein Schatz/deine Schätze schon? Nein? Dann probiere es doch mit diesem Text:

Bevor du jetzt einschläfst, legst du deine beiden Hände auf deinen Bauch. Spürst du, wie sich dein Bauch beim Atmen bewegt.

Ganz langsam auf und ab.

Vielleicht kannst du dir vorstellen, es ist eine Welle, die du spürst, wie am Meer.

Sie bewegt dich ganz langsam: Einatmen und Ausatmen.

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